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Aktuell

10.05.2012

Bundesgerichtshof bejaht Kündigungsmöglichkeit zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben des Vermieters durch eine ihm "nahestehende" juristischen Person

Der Bundesgerichtshof hat heute eine Entscheidung zu der Frage getroffen, ob eine juristische Person des öffentlichen Rechts als Wohnraumvermieter sich für ein berechtigtes Interesse an der Beendigung eines Mietverhältnisses im Sinne von § 573 Abs. 1 BGB auch auf den Nutzungsbedarf für eine ihr ...

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08.05.2012

BGH, Urteil vom 14. März 2012 - VIII ZR 202/11

Leitsatz des Gerichts:
Die von einem Stromversorgungsunternehmen in Sonderkundenverträgen gegenüber Verbrauchern verwendete Klausel
"10. Wann ist Y. nicht zur Lieferung verpflichtet?
Y. trifft die ihr möglichen Maßnahmen, um Sie am Ende des Netzanschlusses mit Strom zu beliefern. Bei Störungen des Netzbetriebs einschließlich des Netzanschlusses ist Y. jedoch von der Leistungspflicht befreit. Dies gilt auch, wenn Y. an der Stromlieferung aufgrund höherer Gewalt oder sonstiger Umstände, deren Beseitigung Y. nicht möglich ist oder wirtschaftlich nicht zugemutet werden kann, gehindert ist."
schließt weder die sich für den Kunden aus § 326 Abs. 1 BGB ergebenden Rechtsfolgen noch dessen Recht zur außerordentlichen Kündigung nach § 314 BGB aus. Sie enthält daher keine unangemessene Benachteiligung des Kunden (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB) und ist auch nicht intransparent im Sinne des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB.

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08.05.2012

BGH, Urteil vom 2. März 2012 - V ZR 174/11

Leitsatz des Gerichts:
Weist die Gemeinschaftsordnung die Pflicht zur Instandhaltung und Instandsetzung der Fenster nebst Rahmen in dem räumlichen Bereich des Sondereigentums den einzelnen Wohnungseigentümern zu und nimmt dabei den Außenanstrich aus, ist eine vollständige Erneuerung der Fenster im Zweifel Sache der Gemeinschaft.

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08.05.2012

BGH, Urteil vom 9. März 2012 - V ZR 161/11

Leitsätze des Gerichts:
1. Ob Wohnungseigentümer für die Sanierung eines Altbaus einen mehrjährigen Sanierungsplan erstellen oder sich darauf beschränken, die unmittelbar erforderlichen Einzelmaßnahmen zu beschließen, steht grundsätzlich in ihrem Ermessen.
2. Eine Verpflichtung der einzelnen Wohnungseigentümer, die Räum- und Streupflicht im Wechsel zu erfüllen, kann nicht durch Mehrheitsbeschluss, sondern nur durch Vereinbarung begründet werden.

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08.05.2012

BGH, Beschluss vom 30. März 2012 - V ZB 185/11

Leitsatz desy Gerichts:
Kommunale Abgaben für die Wasserversorgung ruhen im Land Baden-Württemberg nicht ohne weiteres als öffentliche Last auf dem Grundstück, sondern nur dann, wenn die zugrunde liegende kommunale Satzung sie als grundstücksbezogene Benutzungsgebühren ausgestaltet hat.

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07.05.2012

FG Düsseldorf: Zum Einbezug der Bauerrichtungskosten in Grunderwerbsteuer

In dem am 15.3.2012 veröffentlichten Urteil geht es um die die Frage, ob die Kosten für die Errichtung einer Doppelhaushälfte in die Bemessungsgrundlage für die Festsetzung der Grunderwerbsteuer einzubeziehen sind. Das FG Düsseldorf entschied hierzu, dass die Bauerrichtungskosten nicht in die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer einzubeziehen sind, denn der Werkvertrag über die …
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07.05.2012

ESUG: Studie zur Insolvenzrechtsreform ergibt Stärkung der Gläubigerrechte

Die Business Line Real Estate Finance des Immobilienberatungsunternehmens CBRE veröffentlichte zusammen mit der Rechtsanwaltskanzlei Paul Hastings (Europe) LLP in Frankfurt am Main den aktuellen „View Point Debt Advisory Market Insights“. Untersucht wurden mit der Studie die Chancen und Risiken für die Immobilienfinanzierung aufgrund der zum 1.3.2012 in Kraft getretenen neuen Stufe der …
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07.05.2012

OLG Köln: Kölner Messehallen Berufung zurückgewiesen

Im Streit um die Mietzahlung der Stadt Köln für die Kölner Messehallen hat das Oberlandesgericht Köln (OLG) mit am 30.3.2012 verkündeten Urteil die Berufung der klagenden Grundstücksgesellschaft Köln Messe 15-18 GbR zurückgewiesen (OLG Köln, Urt. v. 30.3.2012 – 1 U 77/11).Die klagende Gesellschaft hatte im Jahr 2003 von der Koelnmesse GmbH ca.76 000 qm unbebautes Gelände gekauft, um …
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07.05.2012

BFH: Windkraftanlagen als wirtschaftliche Einheit

Mit dem jetzt veröffentlichten Urteil vom 25.1.2012 entschied der Bundesfinanzhof (BFH), dass mehrere mit Windkraftanlagen bebaute Grundstücksflächen regelmäßig keine wirtschaftliche Einheit i. S. d. § 2 Abs. 1 des Bewertungsgesetzes bilden, wenn diese Flächen durch Grundstücke, die zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehören, voneinander getrennt sind (BFH, Urt. v. 25.1.2012 …
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02.05.2012

BGH, Urteil vom 9. März 2012 - V ZR 147/11

Leitsatz des Gerichts:
Die Wohnungseigentümer sind nicht berechtigt, bereits entstandene, aber noch nicht erfüllte Zahlungsverpflichtungen eines Wohnungseigentümers mit Stimmenmehrheit erneut zu beschließen und so neu zu begründen. Ein dennoch gefasster Beschluss ist wegen fehlender Beschlusskompetenz nichtig.

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27.04.2012

BGH, Urteil vom 8. März 2012 - IX ZR 51/11

Leitsätze des Gerichts:
1. Ein Vertrag, durch den einem Dienstleister von einer Wohnungsbaugenossenschaft für die bloße Präsentation von Immobilien, die im Falle eines Erwerbs seitens der Wohnungsbaugenossenschaft durch Ausgabe von öffentlich geförderten Genossenschaftsanteilen vertrieben werden sollen, eine monatliche erfolgsunabhängige Vergütung erheblicher Größenordnung zugesagt wird, kann wegen eines groben Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung sittenwidrig sein.
2. Unterliegt die Wirksamkeit eines Vertrages, der einem Dienstleister eine erfolgsunabhängige Vergütung gewährt, wegen eines auffälligen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung Wirksamkeitsbedenken, kann eine Schenkungsanfechtung ausscheiden, wenn der Dienstleister im Rahmen eines Vergleichs auf seine Forderung teilweise verzichtet.

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27.04.2012

BGH, Urteil vom 9. März 2012 - V ZR 61/11

Leitsatz des Gerichts:
Wer am 3. Oktober 1990 fälschlicherweise im Grundbuch als Eigentümer eingetragen gewesen ist, hat mit Ablauf der Ausschlussfristen nach Art. 237 § 2 EGBGB das Eigentum an dem Grundstück nicht erworben, wenn am 3. Oktober 1990 auch der wahre Eigentümer auf einem anderen Grundbuchblatt eingetragen war.

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27.04.2012

BGH, Urteil vom 16. März 2012 - V ZR 18/11

Leitsatz des Gerichts:
Das Unterlassen eines Hinweises des Verkäufers, dass er sich über die Ursache der sichtbaren Symptome eines Mangels (Feuchtigkeitsflecken) nicht sicher sei, stellt kein arglistiges Verschweigen eines Mangels dar.

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25.04.2012

BGH, Urteil vom 20. Januar 2012 - V ZR 125/11

Leitsatz des Gerichts:
Eine Regelung in der Teilungserklärung, durch die sich der teilende Eigentümer vorbehält, an Flächen des Gemeinschaftseigentums nachträglich Sondernutzungsrechte zu begründen, muss dem sachenrechtlichen Bestimmtheitsgrundsatz genügen.

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23.04.2012

BGH, Urteil vom 28. März 2012 - VIII ZR 79/11

Leitsatz des Gerichts:
Wenn der Vermieter in seinem Erhöhungsverlangen - über die in § 558a Abs. 2 Nr. 4 BGB geforderten drei Vergleichswohnungen hinaus - weitere Wohnungen benennt, die nicht die Voraussetzungen des § 558a Abs. 2 Nr. 4 BGB erfüllen, so ist das Erhöhungsverlangen weder insgesamt noch teilweise unwirksam. Ob der Umstand, dass die Miete einer der benannten Wohnungen unterhalb der verlangten Miete liegt, an der Ortsüblichkeit der verlangten Miete zweifeln lässt, ist eine Frage der materiellen Begründetheit, nicht der Wirksamkeit des Erhöhungsverlangens.

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23.04.2012

BGH, Versäumnisurteil vom 2. März 2012 - V ZR 159/11

Leitsatz des Gerichts:
Bemisst sich die vereinbarte Anpassung der Höhe des Erbbauzinses statt nach der Entwicklung des seit 2003 nicht mehr festgestellten Lebenshaltungskostenindexes eines 4-Personen-Arbeitnehmerhaushalts mit mittlerem Einkommen des allein verdienenden Haushaltsvorstands nunmehr nach der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes (VPI), bleiben die ursprünglich vereinbarten Anpassungsvoraussetzungen maßgeblich.

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17.04.2012

BGH, Beschluss vom 2. Februar 2012 - V ZB 159/11

Leitsatz des Gerichts:
§ 74b ZVG ist auch anwendbar, wenn das Grundstück mit mehreren gleichrangigen Grundschulden belastet ist und einer dieser Gläubiger Meistbietender bleibt; die Höhe seines nach dieser Bestimmung maßgeblichen Ausfallbetrags errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Nominalwert seiner Grundschuld und dem auf ihn entfallenden Anteil an dem bereinigten Erlös (Ergänzung des Senatsurteils vom 14. Oktober 1966 - V ZR 206/63, BGHZ 46, 107 ff.).

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16.04.2012

Reformbedarf im ZVG? – Kommission aus DAV, BDR und VdR

Zu dem Thema „Reformbedarf im ZVG?“ referierte Rechtsanwalt Leif Holger Wedekind am 21.3.2012 auf der Jahrestagung der Zwangsverwalter, der Arbeitsgruppe Zwangsverwaltung der ARGE Insolvenzrecht und Sanierung im DAV, in Berlin. Bereits am Vortag hatten sich Mitglieder aus den Verbänden DAV, BDR und dem VdR zu diesem Thema zusammensetzt. Das ZVG soll den aktuellen Bedürfnissen angepasst …
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16.04.2012

OLG Hamm: Sportwettbüro kann dem Rauchverbot unterliegen

Ein Betreiber eines Sportwettbüros muss sich wegen eines vorsätzlichen Verstoßes gegen das Rauchverbot nach dem Nichtraucherschutzgesetz NRW verantworten, weil er in seinem mit Tischen, Sitzplätzen und einem Getränkeautomaten zum Direktverzehr ausgestatteten Geschäftslokal Aschenbecher aufgestellt und dort das Rauchen zugelassen hat. Das entschied das OLG Hamm mit Beschluss vom 22.3.2012 …
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16.04.2012

OLG Frankfurt/M.: Zum Überprüfungsanspruch eines Zwangsverwalter-Bewerbers nach § 23 ff. EGGVG

Der Antragsteller begehrte Rechtsschutz gegen die Bestellungspraxis von Zwangsverwaltern beim Amtsgericht, weil er der Auffassung war, zu Unrecht und ohne sachlichen Grund nicht berücksichtigt worden zu sein. In dem Verfahren (OLG Frankfurt/M., Beschl. v. 24.1.2012 – 20 VA 3/11) bezieht sich der Antragsteller auf seine Nichtbestellung in den Zwangsverwaltungsverfahren des Amtsgerichts aus dem …
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